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Investment Ideen

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Logistik – wie Trends eine Branche verändern (BNP PARIBAS, 22.01.2026)
In der Logistikbranche treffen zahlreiche technologische Neuerungen aufeinander und verändern diese. Wie tiefgreifend die Veränderungen sind und wie man als Anleger davon profitieren kann.

In der Logistikbranche treffen zahlreiche technologische Neuerungen aufeinander und verändern diese. Wie tiefgreifend die Veränderungen sind und wie man als Anleger davon profitieren kann.

 

Zugegeben, die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, für einige Länder eine Art „Bestrafungssteuer“ einzuführen, weil sie sein Verlangen nach einer Übernahme Grönlands durch die USA nicht unterstützen, ist für Logistik-Branche keine gute Entwicklung, andererseits, die Logistik gehört heute zu den Grundpfeilern einer modernen Wirtschaft, und daran wird auch Trump nichts ändern. Ohnehin ist die Logistik, von der wir tagtäglich profitieren, eine der interessantesten Branchen, denn sie unterliegt einem starken Wandel. Aufgrund der neuen Handelspolitik der USA etwa ändern sich Transportrouten. Der Austausch von Waren zwischen Europa und den USA schrumpft, hingehen boomt der Handel mit Fernost. Das führt auch dazu, dass Frachthäfen, die „Knotenpunkte“ des Welthandels, in Asien boomen. Die zehn grössten Häfen der Welt liegen mittlerweile alle in Asien, sieben davon allein in China. Ein weiterer Wandel, die Veränderung des Klimas und neue Gesetze zwingen die Logistiker zu neuen Technologien. Frachtschiffe werden mit Methanol betankt, LKWs fahren mit Elektromotoren, und in die Innenstädte kehrt das Lastenfahrrad zurück.

 

Doch eine Verlagerung der Transportrouten und neue Mobilitätskonzepte sind nur ein kleiner Teil des Wandels, dem die Logistik-Branche unterliegt. Wie in kaum einer anderen Branche treffen in der Logistik unterschiedliche Trends aufeinander, verändern diese tiefgreifend und sorgen so für neues Wachstum, ganz gleich, was gerade im Weissen Haus entschieden wird. Zu diesen Trends gehören unter anderem Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz, Drohnen und Robotik.

 

Die Trends, die die Logistik verändern

 

  • Autonomes Fahren: Lastkraftwagen, die eigenständig und ohne Fahrer an Bord über die Strassen lenken, sind alles andere als Fantasie. Die ersten Versuche und Modelle gibt es, auch wenn sie so noch nicht für den Strassenverkehr zugelassen sind. Doch das wird kommen. Die Vorteile sind klar, eine deutliche Kostenreduktion, da keine Fahrer mehr benötigt werden, und eine 24-stündige Auslastung der LKWs, da keine Ruhezeiten mehr eingehalten werden müssen.

  • Künstliche Intelligenz: Sie trägt nicht nur wesentlich zum Autonomen Fahren bei, sondern sorgt heute schon dafür, dass Transportrouten optimal geplant und Leerfahrten vermieden werden.

 

  • Drohnen: Mühsam, denkt sich der Fahrer, das Paket muss ja in den zehnten Stock. Kein Problem, Paket unter die Drohne geklemmt, und hoch geht es. Science-Fiction? Keineswegs. Nahezu alle grossen Versandhäuser, die über eine eigene Logistik verfügen, arbeiten an Drohnenzustellungen. Die fliegen selbstständig durch autoverstopfte Städte und liefern pünktlich ihre Pakete ab. Post per Drohne funktioniert auch prima auf dem Land, ein Zusteller, der kilometerweit fahren muss, um ein einziges Paket auszuliefern, entfällt.

 

  • Robotik: LKWs fahren mit Wasserstoff oder Elektromotor – das gibt es schon, die Flottenumrüstung läuft auf Hochtouren. Doch das ist nur die eine Seite, die andere, gerade in Grossstädten kommen auf einmal Fortbewegungsmittel zum Einsatz, die man von früher kannte, nun aber wieder gefragt sind: das Lastenfahrrad. Das kann prima durch jede Fussgängerzone fahren, umwindet jeden Stau. Mit Autonomem Fahren, KI und Elektromotor ausgestattet, wird aus dem Lastenfahrrad ein selbstständig agierender Roboter. Die können manchmal sogar wie Menschen aussehen, müssen sie aber nicht.

 

Fusionen und Übernahmen – ein zusätzliches „Zückerli“

Man sieht, in der Logistikbranche kumulieren zahlreiche technologische Neuerungen. Die Logistik ist sozusagen eine Spielwiese, auf der sich die Technik, in „Labors“ entwickelt, im Alltag beweisen muss und vorangetrieben wird. Von solchen Branchen gibt es einige, auch die Landwirtschaft wäre hier etwa zu nennen, doch die Logistik hat noch ein weiteres „Zückerli“ zu bieten, gerade auch am Aktienmarkt: Mergers & Acquisitions, also Fusionen und Übernahmen. Denn die Top-20-Logistikunternehmen halten derzeit nur einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent. Das verlangt quasi nach einer Übernahmewelle, am Ende wird es wohl nur eine Handvoll Logistikkonzerne geben, die zumindest auf der Weltbühne die Fäden, sprich den Handel in der Hand halten. Das betrifft nicht nur den klassischen Transportweg über die Strasse, auch Reedereien, Fluglinien und Versandhäuser werden hier mitspielen.

 

Für Anleger gibt es mehrere Möglichkeiten, an den Veränderungen in der Logistikbranche teilzuhaben. Etwa mit Produkten auf weltweit führende Logistiker, wie Kühne + Nagel aus der Schweiz, Deutsche Post aus Deutschland, Fedex und UPS aus den USA, und AP Møller-Mærsk aus Dänemark.

 

 

 

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Quantum Computing: Schlüsseltechnologie mit Wachstumspotenzial (UBS AG, 19.01.2025 | Jérôme Allet, Head Public Distribution Switzerland)
Quantum Computing gewinnt rasant an Bedeutung. Fortschritte in der Technologie und neue Anwendungen treiben das Wachstum voran. Mit einem neuen Tracker können Anleger frühzeitig an der nächsten technologischen Evolutionsstufe teilhaben.

Quantum Computing gewinnt rasant an Bedeutung. Fortschritte in der Technologie und neue Anwendungen treiben das Wachstum voran. Mit einem neuen Tracker können Anleger frühzeitig an der nächsten technologischen Evolutionsstufe teilhaben.

 

Es beginnt nicht mit einem Knall, sondern mit einem leisen Durchbruch in einem Hochsicherheitslabor: Google stellte vergangenen Herbst einen Quantenalgorithmus namens „Quantum Echoes“ vor und was jahrelang wie Science-Fiction klang, ist plötzlich greifbar nah. Ein Programm, das Probleme löst, an denen selbst Supercomputer scheitern, eröffnet einen Blick in eine völlig neue Dimension der Rechenleistung. Doch Quantum Echoes ist mehr als ein technisches Kunststück: Der Algorithmus gibt einen Vorgeschmack auf eine Technologie, die Forschung, Wirtschaft und ganze Industrien neu ordnen könnte.1

 

Revolutionäre Entwicklungen

 

Quantencomputer nutzen die Gesetzmässigkeiten der Quantenmechanik, um Rechenprozesse wesentlich schneller und leistungsfähiger auszuführen als herkömmliche Computersysteme. Anders als klassische Rechner, die mit „Bits“ arbeiten und nur die Zustände 0 und 1 annehmen können, basiert Quantum Computing auf sogenannten „Qubits“. Diese bestehen etwa aus Ionen oder supraleitenden Schaltkreisen und können neben den klassischen Zuständen auch Überlagerungen annehmen – also mehrere Zustände gleichzeitig darstellen. Dadurch lassen sich viele Rechenschritte parallel ausführen, wobei die Leistungsfähigkeit mit jeder zusätzlichen Recheneinheit exponentiell wächst. Solche Systeme eröffnen neue Möglichkeiten für komplexe Anwendungen, etwa in der Materialforschung, Chemie oder den Biowissenschaften. Insbesondere in Kombination mit KI werden sich damit bislang kaum lösbare Problemstellungen bewältigen lassen. Laut McKinsey ist das Potenzial enorm: Allein in vier Schlüsselbranchen könnte Quantum Computing einen ökonomischen Mehrwert bis 2035 von bis zu zwei Billionen US-Dollar generieren.2

 

Auch dem Markt für Quantum Computing wird ein dynamisches Wachstum vorausgesagt. UBS CIO GWM geht davon aus, dass dieser bis 2040 ein Volumen von 95 Milliarden US-Dollar erreichen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 17 Prozent zwischen 2030 und 2040 entspricht. In Folge dürfte ein hoher einstelliger Prozentsatz der weltweiten Halbleiterumsätze für Rechenzentren auf diese Technologie entfallen. Im grösseren Kontext betrachtet, könnte das transformative Potenzial von Quantum Computing Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und die Schaffung völlig neuer Produktkategorien ermöglichen.3

 

Zunehmende Investitionen

 

Öffentliche und private Förderungen treiben den Quantum Computing Sektor voran. China, Europa und die USA betrachten die Technologie als Schlüsselinnovation und investieren Milliarden in den Bereich. Auch das weltweite Venture Capital-Volumen nimmt zu: 2024 legten die privaten Gelder auf rund 1.4 Milliarden US-Dollar zu, ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz des noch vergleichsweise kleinen Marktvolumens signalisiert die Entwicklung ein wachsendes Vertrauen in die langfristige Relevanz von Quantum Computing.3

 

Angesichts dieser Dimensionen ist Quantum Computing auch unter Investitionsgesichtspunkten interessant. Die nächste digitale Revolution sollte daher seinen Platz in einem gut sortierten Portfolio finden. Neben den grossen Zukunftschancen sind dabei allerdings auch Risiken zu beachten. Noch ist nicht klar, wann sich die Technologie, von supraleitenden bis topologischen Qubits, endgültig durchsetzt und welche Algorithmen die grössten Chancen haben.

 

Professionell anlegen

 

Nicht alles auf eine Karte setzen ist bei jungen Märkten ein entscheidendes Investmentkriterium, so auch bei Quantum Computing. Der neue Megatrend befindet sich noch in einem frühen Stadium und der Zeithorizont, bis erste bahnbrechende Anwendungen möglich sind, ist noch ungewiss. Mit dem MarketVector Global Quantum Leaders Index lässt sich ein breit gestreuter und zugleich professioneller Anlageansatz wählen. Der zugrundeliegende Index bündelt gezielt 30 Gesellschaften, die an vorderster Linie der Quantenrevolution stehen. Berücksichtigt werden ausschliesslich Unternehmen, die entweder aktiv an der Entwicklung von Quantencomputer-Technologien arbeiten oder über ein substantielles Patentportfolio mit mindestens fünf einschlägigen Schutzrechten verfügen. Die Zusammensetzung wird quartalsweise überprüft und fortlaufend an die dynamische Entwicklung des Quantenmarkets angepasst.

 

Mit dem UBS Tracker-Zertifikat auf den Global Quantum Leaders Index erhalten Anleger einen effizienten Zugang zu einem der spannendsten Zukunftsthemen unserer Zeit. Das Produkt ermöglicht – abzüglich einer Managementgebühr von 0.50 Prozent p.a. – eine vollständige Partizipation an der Wertentwicklung der weltweit führenden Quantum Computing-Unternehmen. Der Tracker verfügt über eine unbegrenzte Laufzeit und eröffnet damit eine komfortable Möglichkeit, mit einem langfristigen Anlagehorizont breit diversifiziert und kosteneffizient an der nächsten technologischen Evolutionsstufe teilzuhaben. Das Produkt ist noch bis zum 28. Januar 2026 in Zeichnung.

 

MarketVector Global Quantum Leaders Index (5 Jahre, Angaben in USD)

Bitte beachten Sie, dass vergangene Wertentwicklungen keine Indikationen für künftige Wertentwicklungen sind.

 

Quellen:

1 Google, „Our Quantum Echoes algorithm is a big step toward real-world applications for quantum computing“, 22.10.2025

2 McKinsey, „Quantentechnologie wird zum Milliardenmarkt“, 26.08.2025

3 UBS CIO GWM, „Know your quantumcomputing“, 20.01.2025

 

Zum Autor

 

Jérôme Allet, Leiter Public Distribution für Strukturierte Produkte Schweiz, UBS Investment Bank

Jérôme Allet begann seine berufliche Laufbahn 2011 als Graduate Talent bei der UBS Investment Bank. Seit 2017 leitet er das Team «Public Distribution Sales Switzerland» im Bereich Structured & Solutions Distribution. In dieser Funktion verantwortet er den öffentlichen Vertrieb von Strukturierten Produkten in der Schweiz. Seit 2018 ist er zusätzlich für White Label Lösungen im Bereich Hebelprodukte in Europa zuständig.

 

Kontakt: Website: keyinvest-ch.ubs.com, E-Mail: keyinvest@ubs.com, Tel. +41 44 239 76 76

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Ausblick 2026 – es geht aufwärts (BNP PARIBAS, 18.12.2025)
Trotz einiger Unwägbarkeiten, auch 2026 könnte ein gutes Börsenjahr werden. Dabei gibt es einige Faktoren, die gerade dem Schweizer Aktienmarkt in die Karten spielen.

Trotz einiger Unwägbarkeiten, auch 2026 könnte ein gutes Börsenjahr werden. Dabei gibt es einige Faktoren, die gerade dem Schweizer Aktienmarkt in die Karten spielen.

 

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit für ein kurzes Fazit und einen Ausblick auf das Börsenjahr 2026. Unter dem Strich, so kann wohl erst einmal festgehalten werden, war 2025 ein ganz gutes Jahr für Aktien. Die grossen Indizes wie der Dow Jones legten zu. Und auch der SMI zeigte sich von seiner positiven Seite, stieg von rund 11’500 Punkten zum Jahresanfang auf über 13’000 Zähler (Stand am 17.12.2025). Eine nicht selbstverständliche Entwicklung, wenn man die Umstände bedenkt. Insbesondere die von der US-Administration eingeführten Handelszölle lagen der Börse eine Zeitlang schwer im Magen, gut zu sehen ist das am scharfen Rückgang der Aktienmärkte im März und April. Die sich daran anschliessende Erholung, die im Grunde genommen bis heute anhält, ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass die Handelszölle, so wie ursprünglich angekündigt, dann doch nicht kamen, sondern nur in abgeschwächter Form – das betrifft insbesondere die Zölle auf Schweizer Produkte –, und zum anderen dem Umstand, dass die Notenbanken sowohl in den USA wie auch in Europa die Zinsen weiter senkten, was den Börsen quasi Luft zum Atmen verschaffte.

 

Aufwärtspotenzial dank Zinssenkungen

Und 2026? Vielleicht könnte man hier auf das Motto „So könnte es weitergehen“ zurückgreifen, einerseits als Wunsch, andererseits als konkretes Szenario: moderates Aufwärtspotenzial unter Schwankungen. Warum dieses Szenario? Aufwärtspotenzial haben die Aktienmärkte, weil vor allem in den USA die Zinsen weiter gesenkt werden dürften. Wie weit, das bleibt erst einmal ungewiss, da die Wirtschaft einerseits mit schwachen Wachstumsaussichten und andererseits mit einer Inflation zu kämpfen hat. Zinsveränderungen sind da schwieriger zu vertreten – entweder man unterstützt die Wirtschaft (Zinssenkungen) oder bekämpft die Inflation (Zinserhöhungen). Letzteres scheint jedoch eher unwahrscheinlich, vor allem auch im Hinblick auf den politischen Druck, der aus Washington Richtung US-Notenbank ausgeübt wird. Die US-Administration unter Donald Trump fordert eine deutliche Senkung der Zinsen, um den US-Export anzukurbeln. Bislang hatte die Regierung mit ihren Forderungen jedoch nur eingeschränkten Erfolg. Das könnte sich jedoch ab Mai 2026 ändern, dann wird nämlich der Chefposten bei der Notenbank neu besetzt. Zur Diskussion steht Kevin Hassett, der als Getreuer von Trump, als „Ultra-Taube“ und damit als Befürworter einer extrem lockeren Geldpolitik gilt. Wird er zum neuen Notenbank-Chef ernannt, könnten die Zinsen in den USA stärker gesenkt werden. Wie sich das langfristig auf die Geldstabilität auswirkt, ist die eine Sache, die andere, kurzfristig hätten die Zinssenkungen positive Auswirkungen auf den Aktienmarkt.

 

Es bleibt jedoch volatil

Und warum unter Schwankungen? Nun, das liegt schlicht daran, dass im Weissen Haus ein Präsident sitzt, der heute das Eine sagt und morgen das Andere. Ob dahinter Strategie steckt oder nicht, kann nicht entschieden werden, für die Märkte wird daraus auf jeden Fall eine Achterbahn der „Gefühle“. Die Volatilität erhält in den USA zudem noch Rückenwind durch den Abbau von Regularien. Das von der US-Regierung verfolgte Programm „Project 2025“, das eine konservative Weltsicht vertritt, fordert den Rückzug des Staates aus der Wirtschaft. Grundsätzlich positiv, was man unter anderem an der Zunahme der M&A-Aktivitäten, also von Fusionen und Übernahmen, beobachten kann. Andererseits, weniger Regularien vergrössern auch die Gefahr von Fehlallokationen. Auf der Streichliste der US-Administration steht unter anderem das Dodd-Frank-Gesetz. Zur Erinnerung: Das Gesetz wurde im Jahr 2010 als Reaktion auf die Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 verabschiedet. Es enthält Transparenzregeln, die das amerikanische Finanzsystem stabilisieren sollen. Werden diese Vorgaben nun gestrichen, drohen neue krisenhafte Szenarien und damit eine Zunahme der Volatilität.

 

Was für den Schweizer Aktienmarkt spricht

Genau dieser Punkt könnte aber am Ende dem Schweizer Aktienmarkt helfen. Der gilt als Rückzugsort, als „sicherer Hafen“. Wird es in der Welt ungemütlich, geniessen heimische Papiere einen Sicherheitsbonus, unterstützt durch hohe Eigenkapitalrenditen (ROE), starke Margen und geringe Verschuldung. Doch ein Blick auf die Bewertungen zeigt, mehr als die Hälfte der Schweizer Aktien notiert derzeit unter ihrem 10-Jahres-Durchschnitt beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Woher die latente Unterbewertung kommt, ist nicht ganz sicher, dürfte aber auch den Zollturbulenzen mit den USA geschuldet sein. Die sind aber mit der jüngsten Einigung auf einen Basiszoll auf Schweizer Produkte in Höhe von 15 Prozent erst einmal vom Tisch, auch wenn in der Wirtschaft eine gewisse Unsicherheit über die Dauer der Einigung besteht.

 

Es bleiben die Aussichten für die Gesamtwirtschaft, die derzeit eher mau sind. Während das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Schweiz dieses Jahr voraussichtlich um 1% bis 1,5% zulegen dürfte, prognostizieren Beobachter für 2026 ein Wachstum von rund einem Prozent. Dem Aktienmarkt dürfte das aber nur bedingt schaden, denn der interessiert sich ja ohnehin eher für die Zukunft als für die Gegenwart. Und für 2027 rechnen die meisten Experten wieder mit besseren Zahlen.

 

Es empfiehlt sich daher, dem Aktienmarkt auch 2026 treu zu bleiben. Auch der SMI hat Potenzial – eine Überwindung der alten Hochs bei 13’000 Punkten würde dabei eine wichtige charttechnische Entscheidung bedeuten.

 

 

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