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Investment Ideen

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Gaming: GTA VI und das Milliardenpotenzial der Branche  (UBS AG, 17.09.2026 | Jérôme Allet, Head Public Distribution Switzerland)
Weltweit fiebern die Fans der Veröffentlichung von GTA VI entgegen. Das Action-Videospiel steht exemplarisch für den Wandel und das wirtschaftliche Potenzial des Gaming-Marktes. Globale Reichweite und wachsende Umsätze rücken den Sektor zunehmend in den Fokus von Anlegern.

Weltweit fiebern die Fans der Veröffentlichung von GTA VI entgegen. Das Action-Videospiel steht exemplarisch für den Wandel und das wirtschaftliche Potenzial des Gaming-Marktes. Globale Reichweite und wachsende Umsätze rücken den Sektor zunehmend in den Fokus von Anlegern.


Ende August 2026 veröffentlichte Netflix eine umfangreiche Vorschau auf „Grand Theft Auto VI“ (GTA VI). Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Trailer. Statt eines kurzen Werbefilms gewährt Netflix in einem 26-minütigen Beitrag einen ausführlichen Einblick in die neueste Version des Action- und Adventure-Spiels. Der 2013 veröffentlichte Vorgänger, GTA V, wurde mehr als 230 Millionen Mal verkauft. Über alle Versionen hinweg bringt es der Gaming-Blockbuster auf annähernd eine halbe Milliarde Verkäufe.1 Seit dem 25. Juni können Fans die neue Version bei Rockstar Games vorbestellen. Allein in den USA und den fünf grössten europäischen Märkten erreichte GTA VI laut einer Analyse von Newzoo in der ersten Woche Umsätze von rund 180 Millionen US-Dollar. Auf Basis der starken Vorverkäufe erwartet Newzoo bis eine Woche nach dem Marktstart am 19. November 2026 weltweite Erlöse von 3,3 bis 5,2 Milliarden US-Dollar. Noch nie konnte Newzoo einen derart starken Vorverkaufsstart beobachten.2

 

Das volle Programm


GTA VI schickt die Spieler durch eine fiktive Welt aus Kriminalität, Überfällen und Verfolgungsjagden. Das Spiel gehört schon vor seiner Veröffentlichung zu den meistdiskutierten Unterhaltungstiteln. Auch an der Wall Street ist das anstehende Release ein grosses Thema. Rockstar Games gehört der an der Technologiebörse Nasdaq kotierten Take-Two Interactive Software. Mit drei Labels – Rockstar, 2K und Zynga – bietet das Unternehmen aus New York Spiele für Konsolen, Smartphones, Tablets und PCs an. Der Vertrieb erfolgt physisch, zum Download und über spezielle Online- sowie Streaming-Plattformen.3

 

Take-Two steht damit exemplarisch für die Entwicklung einer Branche, die sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt hat. Videospiele sind längst mehr als ein Nischenhobby an der mit DVDs bestückten Konsole. Die Vermarktung erfolgt heute crossmedial, die Spieler kommen in riesigen Communities, Creator-Ökosystemen und an Live-Events zusammen. Laut Newzoo sind weltweit rund 3,7 Milliarden Gamer aktiv, bis 2029 könnte knapp 370 Millionen Spieler dazukommen.

 

Marktforscher erwarten für die kommenden Jahre weiteres Wachstum des Sektors: Im laufenden Jahr trauen die Experten dem weltweiten Gaming-Markt ein Volumen von knapp 214 Milliarden US-Dollar zu. 2029 könnte dieses Geschäft 242,9 Milliarden Dollar abwerfen und damit pro Jahr im Schnitt um 4,3 Prozent expandieren. Neben der Neuveröffentlichung von Blockbustern wie GTA VI bezeichnet Newzoo steigende In-Game-Ausgaben sowie die verstärkte Monetarisierung des Mobile Gamings als Treiber.4

 

Diversifikation ist Trumpf

 

Der Mix aus globaler Reichweite und wachsenden Einnahmen macht diesen Markt zu einem spannenden Investmentthema. Allerdings kommen an der Börse auch die Risiken zum Vorschein. Zurück zu Take-Two Interactive: Kurz nach dem Vorverkaufsstart für GTA VI erreichte die Aktie des Branchenriesen ein Allzeithoch. Ende August wurde ein Bericht über mögliche Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Online-Version von GTA VI publik.5 Obwohl es keine Bestätigung für diese Mutmassungen gab, geriet Take-Two an der Börse unter Druck. Wie auch immer: Mit einer diversifizierten Allokation können Anleger die Abhängigkeit von einzelnen Titeln reduzieren und potenzielle Rückschläge einzelner Unternehmen abfedern.

 

Der MVIS Global Video Gaming & eSports Index fährt einen breit gestreuten Ansatz. In diesem Aktienkorb kommen 24 „Pure Plays“ zusammen. Um in den Index aufgenommen werden zu können, muss ein Unternehmen mindestens die Hälfte seiner Umsätze mit Video Gaming und/oder eSports erwirtschaften. Spieleentwickler zählen genauso zum Auswahluniversum wie die Hersteller von Prozessoren, Grafikkarten, Konsolen oder Zubehör. Ein weiteres Augenmerk richtet der für die Benchmark zuständige Dienstleister MarketVector auf die eSports-Szene. Quartalsweise kommt der Index auf den Prüfstand. Um eine Klumpenbildung zu vermeiden, ist die Gewichtung einer Aktie auf höchstens acht Prozent begrenzt.

 

Insofern dürfte der Anteil von Nintendo beim nächsten Rebalancing gekürzt werden. Mitte September 2026 steuerte der japanische Branchenriese 8,53 Prozent zur Auswahl bei. 1989 schrieb Nintendo mit der Einführung des „Game Boy“ Geschichte Bekannte Marken wie „Super Mario“ oder „Pokémon“ zählen bis heute zu den wichtigsten Zugpferden des Unternehmens und tragen auch zum Erfolg der 2017 eingeführten Switch-Konsole bei. Die Zahlen sprechen für sich: Von der mittlerweile in einer zweiten Version erhältlichen Konsole wurden mehr als 180 Millionen Exemplare sowie gut 1,6 Milliarden Spiele verkauft.6

 

Ein Tracker-Zertifikat (Symbol: GAMINU) bildet den MVIS Global Video Gaming & eSports Index TR Net nach Abzug einer Managementgebühr von 0,50 Prozent jährlich ohne Laufzeitbegrenzung ab. Das in Schweizer Franken (CHF) denominierte Produkt ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Das Tracker-Zertifikat ermöglicht die Partizipation an der Entwicklung des zugrunde liegenden Index und bietet Zugang zu einem diversifizierten Korb von Unternehmen aus dem Gaming-Sektor.
Bitte beachten Sie, dass kein Kapitalschutz besteht. Zudem muss – wie immer bei Strukturierten Produkten – das Emittentenrisiko berücksichtigt werden.

 

Quellen:
1) Take-Two Interactive Software, Unternehmenspräsentation, August 2026
2) Newzoo, Artikel, „GTA 6's First Week Opens the Strongest Pre-order Campaign on Record“, 16.07.2026
3) Take-Two Interactive Software, Geschäftsbericht 2026
4) Newzoo, Global Games Market Report, Free Edition, September 2026
5) Reuters, Medienbericht, 31.08.2026
6) https://www.nintendo.co.jp/ir/en/finance/hard_soft/index.html

 

Zum Autor

Jérôme Allet, Leiter Public Distribution für Strukturierte Produkte Schweiz, UBS Investment Bank

Jérôme Allet begann seine berufliche Laufbahn 2011 als Graduate Talent bei der UBS Investment Bank. Seit 2017 leitet er das Team «Public Distribution Sales Switzerland» im Bereich Structured & Solutions Distribution. In dieser Funktion verantwortet er den öffentlichen Vertrieb von Strukturierten Produkten in der Schweiz. Seit 2018 ist er zusätzlich für White Label Lösungen im Bereich Hebelprodukte in Europa zuständig.

 

Kontakt: Website: keyinvest-ch.ubs.com, E-Mail: keyinvest@ubs.com, Tel. +41 800 880 881

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Fit für die neue Fed (Bank Julius Bär & Co. AG, 14.09.2026)
Steigende, fallende oder stagnierende Zinsen: Können Anlegerinnen und Anleger ihre Erträge steigern, ohne auf den nächsten Fed-Schritt wetten zu müssen? Eine neue Anlageidee von Julius Bär bietet Ertragspotenzial in verschiedenen Zinsszenarien.

Steigende, fallende oder stagnierende Zinsen: Können Anlegerinnen und Anleger ihre Erträge steigern, ohne auf den nächsten Fed-Schritt wetten zu müssen? Eine neue Anlageidee von Julius Bär bietet Ertragspotenzial in verschiedenen Zinsszenarien.

 

Neue Fed mit bisher unklarer Zinsrichtung

Die US-Wirtschaft zeigt sich weiterhin robust, während die Abschwächung am Arbeitsmarkt darauf hindeutet, dass der Inflationsdruck seinen Höhepunkt überschritten hat. Obwohl derzeit ein Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank (Fed) nicht erwartet wird, bleibt das Marktumfeld unsicher. Der neue Fed-Vorsitzende verfolgt im Kampf gegen die Inflation einen entschlossenen Kurs, hält sich jedoch bei konkreten Hinweisen zur künftigen Geldpolitik zurück, was zu schwankenden Zinserwartungen beitragen kann. Für ertragsorientierte Anlegerinnen und Anleger dürfte es daher zunehmend schwierig sein, sich auf ein einziges Zinsszenario festzulegen.

 

Mehr als ein Zinsszenario

Ein Ansatz mit variabler Verzinsung und Coupon-Untergrenze bietet eine interessante Alternative. Steigen die kurzfristigen Zinsen, können Anlegerinnen und Anleger bis zu einer definierten Obergrenze von diesem Umfeld profitieren – bei geringerer Zinssensitivität im Vergleich zu klassischen festverzinslichen Anleihen. Verschlechtert sich hingegen das wirtschaftliche Umfeld und veranlasst die Fed Zinssenkungen, sorgt eine eingebaute Coupon-Untergrenze für einen gewissen Schutz und sichert ein Mindestertragsniveau. So besteht die Chance auf höhere Erträge in verschiedenen Zinsszenarien, ohne dass Anlegerinnen und Anleger auf eine einzige Zinsentwicklung setzen müssen.

 

Flexibilität und Risiko im Gleichgewicht

Die Kombination aus Partizipation an steigenden kurzfristigen Zinsen und Schutz durch die Coupon-Untergrenze bietet ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil sowie einen potenziell gleichmässigeren Ertragsverlauf über die Zeit. Diese Flexibilität beseitigt das Risiko jedoch nicht vollständig: Anlegerinnen und Anleger partizipieren an steigenden Zinsen nur bis zur festgelegten Obergrenze, zudem bleiben sie dem Kreditrisiko des Emittenten ausgesetzt. Für diejenigen, die eine Alternative zu klassischen Anleihen- oder Geldmarktanlagen suchen, ist dieser Anlageansatz bestehend aus Ertragspotenzial und Robustheit durchaus prüfenswert.

 

Mit dem Beginn eines neuen Kapitels bei der Fed stellt sich die Frage: Ist Ihre Ertragsstrategie flexibel genug aufgestellt für das, was als Nächstes kommt?

 

 

Mehr zu dieser Anlageidee erfahren.

 

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Europa – vielfältige Chancen am Aktienmarkt (BNP PARIBAS, 21.08.2026)
Der europäische Aktienmarkt bietet attraktive Chancen. Diese erkennen Anleger, wenn sie ihren Blick weiten und sich neben den dominierenden Volkswirtschaften auch die kleineren anschauen.

Der europäische Aktienmarkt bietet attraktive Chancen. Diese erkennen Anleger, wenn sie ihren Blick weiten und sich neben den dominierenden Volkswirtschaften auch die kleineren anschauen.

 

«Europa ist reich an Vermögen und arm an Investitionen» – mit diesem Fazit veröffentlichte vor wenigen Wochen das Beratungsunternehmen McKinsey Global Institute (MGI) eine Studie. Während in den USA und China grosse Geldbeträge in die Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien investiert werden, auch unter Inkaufnahme neuer Schulden, hält man sich in Europa zurück. Das führt dazu, dass Europa zwar unter bilanziellen Gesichtspunkten besser dasteht, die USA und China aber in Sachen Technologie die Nase vorn haben.

 

Neue Initiativen in den Schlüsseltechnologien

Doch das eine sollte das andere nicht ausschliessen. Gerade weil Europa bilanziell besser dasteht, sollte es mehr investieren, so das Fazit der Studienautoren. Gesagt, getan. In den zurückliegenden Monaten wurden durch die Verantwortlichen der Europäischen Union zahlreiche Initiativen verabschiedet, um neue Investitionen zu initiieren. Die Initiativen stehen vor allem unter dem Eindruck der weltpolitischen Lage. Sowohl China wie auch vermehrt die USA setzen auf Konfrontation statt auf Kooperation. Das nötigt Europa, unabhängiger von beiden Ländern zu werden. Deswegen wurden vor allem in den Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Quantentechnologie und Biotechnologie neue Förderprogramme aufgelegt. Auch wenn es dabei mehr darum geht, den Rückstand zu den USA und China aufzuholen, statt eigene Akzente zu setzen, wurden die Probleme immerhin erkannt und sollen nun nach und nach beseitigt werden.

 

Europa hat viele Facetten

Das lässt hoffen, dass Europa seinen bilanziellen Vorteil in eine technologische Aufholjagd ummünzen kann. Passiert das, dürfte das die europäische Wirtschaft ankurbeln. Ohnehin lohnt es sich, letztere genauer unter die Lupe zu nehmen. Europa ist nämlich nicht einfach nur Europa. Nur allzu oft wird das Wachstum in Europa mit dem Geschehen in den dominierenden Volkswirtschaft Deutschland, Frankreich und Italien gleichgesetzt. Doch das greift zu kurz.

Das hat viel mit der Konstruktion «Europas» zu tun. Viele Staaten, viele Kulturen, viele Ökonomien, die sich nicht selten in völlig unterschiedlichen Stadien der wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklung befinden. Zu den Ländern mit der stärksten Dynamik gehören in diesem Jahr etwa Malta und Polen, mit einem BIP-Wachstum jeweils deutlich über drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Spanien und Litauen fallen mit jeweils über zwei Prozent Wachstum auf. Damit können diese Nationen nicht nur auf europäischer Ebene überzeugen, auch im globalen Vergleich punkten sie. Für die USA etwa sehen Experten in diesem Jahr „nur“ noch ein Wachstum von um die zwei Prozent, also möglicherweise weniger als Spanien und Litauen zu bieten haben.

Und auch nicht zur EU gehörende Länder wie die Schweiz sind durchaus interessant. So ist die Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 mit 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal überraschend stark gewachsen. Das lässt für das Gesamtjahr hoffen.

 

Europäische Aktien als Alternative

Trotz eingetrübter Wachstumsaussichten in den Schwergewichten Deutschland, Frankreich und Italien könnte sich also durchaus ein Blick auf den europäischen Aktienmarkt lohnen. Exemplarisch lässt sich das etwa am Euro Stoxx 50 zeigen, einem breit aufgestellten Index für EU-Länder. Seit etwa drei Monaten kann der Index seinen Konkurrenten aus den USA, den Dow Jones Industrial Average, kurz Dow Jones, outperformen. Der Euro Stoxx 50 verzeichnet ein Plus von beinahe elf Prozent, der Dow Jones einen Zuwachs von knapp neun Prozent (Stand: 19.08.2026). Das zeigt, europäische Aktien werden von Anlegern derzeit bevorzugt behandelt.

Zudem ist der Euro Stoxx 50 ist im Vergleich zum Dow Jones deutlich attraktiver bewertet; er kommt derzeit auf ein laufendes KGV für die kommenden zwölf Monate von 18, der Dow Jones weist hingegen ein KGV von über 22 auf – je nach Gewinnschätzung auch höher. Die Höherbewertung ist natürlich nicht völlig unbegründet, immerhin sind die USA in vielen Technologiebereichen führend, doch die Schere zwischen «oben» und «unten» könnte sich zumindest ein Stück weit zugunsten des europäischen Aktienmarktes schliessen.

Hierfür sprechen auch die wachsenden politischen Unsicherheiten – im November stehen in den USA die Midterm-Wahlen an, die zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse zu Ungunsten von Donald Trump führen könnten.

 

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