Strukturierte Produkte - Entdecken Sie die faszinierende Vielfalt bei SIX Swiss Exchange

Investment Ideen

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SpaceX IPO: Flexibilität wird zum entscheidenden Faktor für Strukturierte Produkte (SIX Swiss Exchange, 12.06.2026 | Sébastien Neukom, Head Structured Products Sales)
Der bevorstehende Börsengang von SpaceX am 12. Juni 2026 an der Nasdaq zählt zu den bedeutendsten Kapitalmarktereignissen der letzten Jahre. Für eigenständig agierende Anlegerinnen und Anleger sowie Marktteilnehmende eröffnet er neue Möglichkeiten – und stellt zugleich hohe Anforderungen an Reaktionsfähigkeit und Zugang zu globalen Märkten. Gerade in solchen Phasen gewinnen flexible Handelsmodelle und innovative Infrastruktur an Bedeutung.

Der bevorstehende Börsengang von SpaceX am 12. Juni 2026 an der Nasdaq zählt zu den bedeutendsten Kapitalmarktereignissen der letzten Jahre. Für eigenständig agierende Anlegerinnen und Anleger sowie Marktteilnehmende eröffnet er neue Möglichkeiten – und stellt zugleich hohe Anforderungen an Reaktionsfähigkeit und Zugang zu globalen Märkten. Gerade in solchen Phasen gewinnen flexible Handelsmodelle und innovative Infrastruktur an Bedeutung.

 

Globale Marktbewegungen erfordern neue Handlungsspielräume

Mega-IPOs wie jener von SpaceX ziehen weltweit Aufmerksamkeit und Kapitalflüsse an. Sie wirken oft als Katalysator für erhöhte Volatilität und dynamische Marktbewegungen – nicht nur im zugrunde liegenden Titel selbst, sondern auch in verwandten Sektoren und Themenfeldern.

Für fortgeschrittene Anleger bedeutet dies, dass Anlageentscheidungen zunehmend von klar definierten Markterwartungen geprägt sind: steigende, fallende oder seitwärts tendierende Kurse. Strukturierte Produkte bieten hierfür die Möglichkeit, solche Szenarien gezielt abzubilden und Portfolios entsprechend auszurichten – vorausgesetzt, der Marktzugang erlaubt es, diese Erwartungen zeitnah umzusetzen.

 

Extended Trading Hours: Zugang zu US-Marktdynamiken in Echtzeit

Um dem wachsenden Bedarf nach Flexibilität gerecht zu werden, hat SIX Swiss Exchange ein Handelssegment mit verlängerten Handelszeiten für Strukturierte Produkte eingeführt. Dieses ermöglicht den Handel von 08:00 bis 21:45 Uhr MEZ – und erweitert damit das bisherige Zeitfenster um nahezu sechs Stunden.

Gerade im Kontext eines US-IPO wie SpaceX, dessen primäre Marktbewegungen während der US-Handelszeiten stattfinden, bietet dieses Modell entscheidende Vorteile: Anlegerinnen und Anleger können unmittelbar auf Marktentwicklungen reagieren und ihre Strategien entsprechend anpassen – ohne auf den nächsten Handelstag warten zu müssen.

Seit Einführung zeigt sich die Wirkung deutlich: Das Handelsvolumen bzw. die Anzahl zusätzlicher Trades im erweiterten Zeitfenster ist um +17 % gestiegen. Gleichzeitig profitieren Emittenten von erhöhter Visibilität und zusätzlichen Emissionsimpulsen, während Retail Broker ihren Kundinnen und Kunden erweiterte Handelsoptionen bieten können.

 

Ein wachsendes Ökosystem für selbstbestimmtes Investieren

Die Entwicklung rund um das SpaceX IPO steht exemplarisch für ein sich wandelndes Marktumfeld: globale Themen, technologiegetriebene Trends und eine zunehmende Nachfrage nach individualisierten Anlagelösungen prägen das Verhalten von Anlegerinnen und Anlegern.

SIX Swiss Exchange trägt dieser Entwicklung gemeinsam mit Emittenten und Marktteilnehmenden Rechnung – durch eine leistungsfähige Infrastruktur, ein breites Universum an Strukturierten Produkten und kontinuierliche Innovation. Ziel ist es, eigenständig agierenden Investorinnen und Investoren ebenso wie professionellen Marktteilnehmenden den Zugang zu relevanten Marktchancen effizient und transparent zu ermöglichen.

 

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Strukturierte Produkte als Instrument für differenzierte Markterwartungen

Die zunehmende Emission von Strukturierten Produkten im Kontext des SpaceX-IPOs unterstreicht die Relevanz dieser Anlageklasse. Emittenten nutzen aktuelle Marktimpulse, um neue Produkte mit spezifischen Auszahlungsprofilen zu lancieren – beispielsweise auf Basis innovativer oder stark nachgefragter Underlyings.

Mit über 100’000 handelbaren Strukturierten Produkten auf SIX Swiss Exchange steht Anlegerinnen und Anlegern heute eine so breite Auswahl wie nie zuvor zur Verfügung. Diese Vielfalt ermöglicht eine differenzierte Positionierung entlang verschiedenster Marktmeinungen und Anlagebedürfnisse.

Gleichzeitig bestätigt die Marktentwicklung die Dynamik des Segments: Seit Jahresbeginn wurden bereits über 145'000 Kotierungen verzeichnet (+74 % gegenüber dem bisherigen Rekordjahr), während das Handelsvolumen mit CHF 4.6 Mrd. nach vier Monaten um +45.3 % zugenommen hat.

Erfahren Sie mehr über verlängerte Handelszeiten für Strukturierte Produkte

 

Autor

Sébastien Neukom ist Head Structured Products Sales bei SIX Swiss Exchange. In dieser Rolle verantwortet er die Zusammenarbeit mit Emittenten und Marktteilnehmenden sowie die Weiterentwicklung des Segments für Strukturierte Produkte. Sein Fokus liegt auf der Stärkung des Ökosystems aus Innovation, Produktvielfalt und effizientem Marktzugang für eigenständig agierende Anlegerinnen und Anleger, Emittenten und Retail Broker.

 

 

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Weltraumwirtschaft: Ein IPO der Superlative   (UBS AG, 26.05.2026 | Jérôme Allet, Head Public Distribution Switzerland)
Im Juni 2026 könnte SpaceX an der US-Technologiebörse Nasdaq debütieren – ein Börsengang, der zu den grössten der Geschichte zählen würde. Damit rückt die Weltraumwirtschaft weltweit stärker in den Fokus von Anlegern.

Im Juni 2026 könnte SpaceX an der US-Technologiebörse Nasdaq debütieren – ein Börsengang, der zu den grössten der Geschichte zählen würde. Damit rückt die Weltraumwirtschaft weltweit stärker in den Fokus von Anlegern.

 

SpaceX baut die Belegschaft stark aus. Laut dem Karrierenetzwerk LinkedIn sind bei dem US-Weltraumunternehmen rund 2'000 Stellen offen. Dazu zählt die Position „Investor Relations Manager“.1 In der Tat dürfte der Bedarf von SpaceX, die Beziehungen zu den Anlegern zu pflegen, demnächst weiter zunehmen. Das von US-Milliardär Elon Musk 2002 gegründete Unternehmen plant den Börsengang. Im Juni 2026 könnte SpaceX an der Nasdaq debütieren. Auf die Nasdaq könnte damit eines der grössten Börsendebüts aller Zeiten zukommen. Im Raum steht ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar sowie eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar. SpaceX wäre damit das grösste IPO aller Zeiten und aus dem Stand zu den zehn wertvollsten Unternehmen der Welt zählen.2

 

Als grösste private Weltraumfirma deckt der kalifornische Konzern ein breites Spektrum ab. In seiner Raketensparte startet SpaceX mehr Missionen als sämtliche anderen staatlichen und privaten Dienstleister zusammen. 2025 hob die «Falcon 9» 165-mal ab. Mit der Tocher «Starlink» betreibt das Unternehmen ein Netzwerk von mehr als 10'000 Satelliten und versorgt gut zehn Millionen Nutzer mit Breitbandinternet. Während dieser Geschäftsbereich profitabel arbeitet und etwa 50 bis 80 Prozent zum Konzernumsatz besteuert, gibt es beim «Starship» noch Herausforderungen. Die mit einer Schwerlastrakete kombinierte Raumkapsel soll Astronauten zum Mond und später zum Mars bringen. Allerdings sind drei von bisher fünf Testflügen gescheitert. Seit Februar 2026 zählt auch noch der KI-Entwickler xAI zu SpaceX-. Die hohen Investitionen in die Künstliche Intelligenz schlagen sich im Ergebnis nieder. 2025 verbuchte SpaceX bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar unter dem Strich ein Minus von knapp fünf Milliarden Dollar.3

 

Aktuelle Zahlen

SpaceX plant den Gang an die Wall Street  in einer Zeit in der die Weltraumwirtschaft auf zunehmendes Interesse stösst. Belegen lässt sich diese These mit aktuellen Zahlen der Satellite Industry Association (SIA). 2025 zählte der US-Branchenverband knapp 300 Raketenstarts. Sie transportierten 4'434 Satelliten auf eine Erdumlaufbahn. Das waren 65 Prozent mehr als 2024. Die globale Weltraumwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 429 Milliarden US-Dollar. Die kommerzielle Satellitenindustrie steuerte knapp drei Viertel zu den Umsätzen bei. SIA-Präsident Tom Stroup führt das Wachstum auf kontinuierliche Innovationen und Investitionen zurück. Besonders stark florierte die Datenübertragung. 2025 stieg die Zahl der Nutzer von satellitengestütztem Breitbandinternet um 62 Prozent. „Der gesteigerte Nutzen und die neuen Fähigkeiten werden auch weiterhin den Hunderten Millionen Amerikanern und Milliarden von Kunden weltweit zugutekommen, die bereits heute täglich auf Satelliten angewiesen sind“, blickt der Chef des Branchenverbandes nach vorne.4

 

Fachliche Auswahl durch die European Space Agency (ESA)

Angesichts dieser Aussichten überrascht es nicht, dass die Weltraumwirtschaft die Investoren schon vor den IPO-Plänen von Branchenkrösus SpaceX fasziniert hat. Für Anleger, die nicht auf einzelne Firmen setzten möchten, ermöglicht der der Euronext Helios Space Index eine breite Beteiligung an der gesamten Weltraumwirtschaft. Dieser Gradmesser wurde vom Börsenbetreiber Euronext zusammen mit der European Space Agency, kurz ESA, konzipiert. Die geballte Expertise der europäischen Weltraumbehörde fliesst in die Zusammensetzung des Index ein. Für eine Aufnahme kommen nur Unternehmen in Frage, die besonders stark von der europäischen Weltraumwirtschaft profitieren. Das Auswahluniversum bilden die Aktien entwickelter Länder, welche die quantitativen Voraussetzungen erfüllen. Aus diesem Fundus filtert die ESA die „Space“-Titel heraus. Sie durchforstet dabei beide Teilbereiche der Weltraumwirtschaft, „Upstream“ und „Downstream“. Zum erst genannten Bereich zählen Unternehmen, die beispielsweise an der Entwicklung und dem Bau von Raumfahrtsystemen, Trägerraketen und Bodenstationen arbeiten. „Downstream“ steht dagegen vor allem für Satellitenbetreiber sowie Dienstleister der Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung.5

 

Einfacher Zugang

Ein Tracker-Zertifikat (Symbol: SPACEU) bildet den Euronext Helios Space NR Index ohne Laufzeitbegrenzung ab und bietet damit einen unkomplizierten Zugang zu einem Zukunftsthema, ohne das einzelne Aktien ausgewählt werden müssen. Anleger haben dadurch die Möglichkeit, eine diversifizierte und flexible Positionierung auf dem Gebiet der Weltraumwirtschaft einzugehen. Möglicherweise bekommt der Basiswert schon bald Verstärkung. Jedenfalls gibt es eine direkte Verbindung respektive Geschäftsbeziehung zwischen SpaceX und der ESA: Beispielsweise flog im Februar 2026 die französische Astronautin Sophie Adenot mit dem „Dragon“-Raumschiff der US-Amerikaner zur Internationalen Raumstation ISS.6 Anfang Mai 2026 hat SpaceX mit der „Falcon-9“ im Auftrag der ESA 13 Satelliten von der kalifornischen Vandenberg Space Force Base aus in den Orbit befördert.7

Bitte beachten Sie, dass kein Kapitalschutz besteht. Zudem muss – wie immer bei Strukturierten Produkten – das Emittentenrisiko berücksichtigt werden.

 

Quellen:

1) https://job-boards.greenhouse.io/spacex/jobs/8461644002, Abfrage am 15.05.2026

2) Reuters, Medienbericht, 21.04.2026

3) Reuters, Medienbericht, 21.04.2026

4) Satellite Industry Association, Medienmitteilung, 13.05.2026

5) Euronext, Euronext Helios Space Index, Factsheet, 31.03.2026

6) ESA, Crew-12 Start, 13.02.2026

7) ESA, Medienmitteilung, 04.05.2026

 

 

Zum Autor

Jérôme Allet, Leiter Public Distribution für Strukturierte Produkte Schweiz, UBS Investment Bank

 

Jérôme Allet begann seine berufliche Laufbahn 2011 als Graduate Talent bei der UBS Investment Bank. Seit 2017 leitet er das Team «Public Distribution Sales Switzerland» im Bereich Structured & Solutions Distribution. In dieser Funktion verantwortet er den öffentlichen Vertrieb von Strukturierten Produkten in der Schweiz. Seit 2018 ist er zusätzlich für White Label Lösungen im Bereich Hebelprodukte in Europa zuständig.

 

Kontakt: Website: keyinvest-ch.ubs.com, E-Mail: keyinvest@ubs.com, Tel. +41 44 239 76 76

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WM 2026 – es darf geträumt werden  (BNP PARIBAS, 20.05.2026)
In wenigen Wochen startet die Fussballweltmeisterschaft. Eine Veranstaltung der Superlative, die viele Gewinner kennt, auch in der Wirtschaft.

In wenigen Wochen startet die Fussballweltmeisterschaft. Eine Veranstaltung der Superlative, die viele Gewinner kennt, auch in der Wirtschaft.

 

Das könnte klappen. Nach 1934, 1938 und 1954 träumt die Schweizer Fussballnationalmannschaft von einem erneuten Erreichen des Viertelfinales bei der Fussballweltmeisterschaft, die in wenigen Wochen in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Mit Kanada, Bosnien und Herzegowina und Katar in der Gruppe B warten zumindest in der Vorrunde keine übermächtigen Gegner auf die Schweiz. Das Achtelfinale liegt also drin, und das Halbfinale? Naja, nicht übertreiben, aber alles ist möglich!

 

Grösser als je zuvor

Überhaupt, die WM 2026 macht so einiges möglich. Mit Fussballmannschaften aus 48 Nationen nehmen an der WM 2026 so viele Teams wie nie zuvor teil. Der Löwenanteil der WM mit ihren insgesamt 104 Spielen findet dabei in den USA statt: 78 Partien werden dort in elf verschiedenen Städten ausgetragen, dazu jeweils 13 Spiele in Mexiko und Kanada. Die WM 2026 ist ein historischer Wendepunkt für den Fussball, sagen Beobachter. Nicht nur, dass die Anzahl der Mannschaften erhöht wurde, auch die geographische Grösse ist einmalig. Zwar hatte schon die WM 2018 in Russland mit elf Spielorten in mehreren Zeit- und Klimazonen enorm grosse Distanzen aufgewiesen – zwischen dem westlichsten Punkt (Kaliningrad) und dem östlichsten (Jekaterinburg) lagen knapp 2‘500 Kilometer Luftlinie, während die zurückzulegende Fahrstrecke auf dem Landweg bis zu 3‘000 Kilometer betrug. Aber die Dimensionen bei der WM 2026 sind noch einmal um einiges grösser: Allein in Mexiko liegen die Austragungsorte Monterrey und Mexiko-Stadt rund 900 Kilometer auseinander; in den USA beträgt die Strecke zwischen den Städten Seattle und New York sogar rund 4‘500 Kilometer. Das zeigt die grossen Herausforderungen in puncto Transport und Logistik – zum einen für die teilnehmenden Teams, nicht zuletzt aber zum anderen auch für Fans, Organisatoren, Ausstatter und Lieferanten.

 

Und, es werde mehr Besucher als je zuvor bei einer WM erwartet. Schliesslich dürfte sich mit der höheren Anzahl an Teilnehmerländern auch die Menge der internationalen Besucher der Spiele erhöhen. Insgesamt rechnet man mit fünf bis sieben Millionen zusätzlichen Touristen aus aller Welt. Die erwartete Zahl der Stadionbesucher liegt deutlich höher als während vorangegangener Turniere – weil die Verfügbarkeit von Tickets etwa doppelt so hoch ist wie bei den Weltmeisterschaften der vergangenen Jahrzehnte. Und die Nachfrage scheint vorhanden zu sein, zumindest teilweise: Nach Angaben des Deutschen Fussball-Bunds (DFB) ist das Interesse deutscher Fans an dem Spektakel gross – und das trotz der vergleichsweise hohen Ticketpreise. Im Gegensatz dazu ist die Nachfrage nach Tickets bei den Schweizer Nati-Fans laut Schweizerischem Fussballverband (SFV) eher gering.

 

Neue Einnahmen für die Wirtschaft

All das hat natürlich Rückwirkung auf die Wirtschaft. Einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zufolge könnte die Fussball-WM 2026 kurzfristige wirtschaftliche Auswirkungen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar mit sich bringen, dies beträfe 40‘000 Jobs und eine Milliarde US-Dollar an zusätzlichem Verdienst für Arbeitnehmer. Allein für die Westküstenmetropole Los Angeles rechnen Experten des Research-Hauses Micronomics mit 594 Millionen US-Dollar an ökonomischem Effekt und mit 35 Millionen US-Dollar Steuereinnahmen für die Region um L.A. Es ist klar, dass es dabei um mehr geht als nur um Umbauten an Stadien wie neue Rasenflächen oder einen erhöhten Einsatz von Sicherheitspersonal.

 

Zu den grössten Profiteuren der WM in Nordamerika dürften vor allem Unternehmen gehören, die sich auf die erhöhte Nachfrage nach Transportmöglichkeiten einrichten, also Fluggesellschaften, Eisenbahn-unternehmen und Logistikfirmen. Während internationale Fluggesellschaften die Besucher aus ihren Heimatländern in die USA fliegen werden, dürften auch bei den Anbietern im Inlandsflugverkehr die Aktivitäten während der WM höher sein als sonst. Das spricht unter anderem für Delta Air Lines, die ein dichtes Inlandsflugnetz in den USA anbietet. Für kürzere Strecken könnten sich zudem viele Touristen für die Bahn oder den Mietwagen entscheiden. Börsennotierte US-Anbieter wie Avis und Hertz sowie die deutsche Sixt, die über ein US-Geschäft verfügt, könnten damit ebenfalls Nutzniesser des Turniers werden.

 

Sonderkonjunktur für Übernachtungen

Es geht aber nicht nur um die Mobilität der WM-Besucher, sondern auch um deren Unterbringung. So dürften auch Hotels auf der Liste der potenziellen Profiteure stehen, speziell die grossen Ketten, die in den USA und teilweise auch in den beiden anderen Teilnehmerländern der WM präsent sind, darunter Marriott, Hilton und Intercontinental. Das US-Sportportal „The Athletic“ hat in diesem Zusammenhang analysiert, dass in den Gastgeberstädten die Preise für eine Hotelübernachtung in der Zeit um die Eröffnungsspiele teilweise bereits um 300 Prozent gegenüber den üblichen Tarifen gestiegen sind.

 

Auch Airbnb dürfte als Vermittlungsplattform für die Vermietung privater Unterkünfte dank der Fussball-Fans eine Sonderkonjunktur erfahren. Einer Analyse von Deloitte zufolge werden während des Turniers voraussichtlich etwa 2,7 Millionen der insgesamt erwarteten Übernachtungen von Touristen in Nordamerika auf das Konto von Airbnb-Gästen gehen. Deren direkte Ausgaben für die WM werden auf etwa 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (865 Millionen US-Dollar in den USA, 169 Millionen US-Dollar in Mexiko und 177 Millionen US-Dollar in Kanada). Darüber hinaus wird für die Gesamteinnahmen der Airbnb-Gastgeber in Nordamerika während dieses Zeitraums mit etwa 212 Millionen US-Dollar gerechnet (156 Millionen US-Dollar in den USA, 25 Millionen US-Dollar in Mexiko und 31 Millionen US-Dollar in Kanada).

 

Gewinner könnte es aber auch im Bereich Technologie und Medien geben. Die WM 2026 wird ein Testfeld für neue Formen des Fan-Engagements: digitale Plattformen, Streaming-Dienste, datenbasierte Services und immersive Technologien. Hier entstehen Chancen für globale Konzerne ebenso wie für spezialisierte Start-ups. Gut möglich also, dass die WM 2026 nicht nur auf dem Rasen und am Fernseher begeistern wird, sondern in virtuellen Versionen auch an der Spielekonsole, und damit dem wachsenden E-Sport-Trend einen weiteren Schub geben wird.

 

Wir drücken auf jeden Fall unserer Schweizer Nationalmannschaft die Daumen.

 

 

 

 

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