Steigende, fallende oder stagnierende Zinsen: Können Anlegerinnen und Anleger ihre Erträge steigern, ohne auf den nächsten Fed-Schritt wetten zu müssen? Eine neue Anlageidee von Julius Bär bietet Ertragspotenzial in verschiedenen Zinsszenarien.
Neue Fed mit bisher unklarer Zinsrichtung
Die US-Wirtschaft zeigt sich weiterhin robust, während die Abschwächung am Arbeitsmarkt darauf hindeutet, dass der Inflationsdruck seinen Höhepunkt überschritten hat. Obwohl derzeit ein Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank (Fed) nicht erwartet wird, bleibt das Marktumfeld unsicher. Der neue Fed-Vorsitzende verfolgt im Kampf gegen die Inflation einen entschlossenen Kurs, hält sich jedoch bei konkreten Hinweisen zur künftigen Geldpolitik zurück, was zu schwankenden Zinserwartungen beitragen kann. Für ertragsorientierte Anlegerinnen und Anleger dürfte es daher zunehmend schwierig sein, sich auf ein einziges Zinsszenario festzulegen.
Mehr als ein Zinsszenario
Ein Ansatz mit variabler Verzinsung und Coupon-Untergrenze bietet eine interessante Alternative. Steigen die kurzfristigen Zinsen, können Anlegerinnen und Anleger bis zu einer definierten Obergrenze von diesem Umfeld profitieren – bei geringerer Zinssensitivität im Vergleich zu klassischen festverzinslichen Anleihen. Verschlechtert sich hingegen das wirtschaftliche Umfeld und veranlasst die Fed Zinssenkungen, sorgt eine eingebaute Coupon-Untergrenze für einen gewissen Schutz und sichert ein Mindestertragsniveau. So besteht die Chance auf höhere Erträge in verschiedenen Zinsszenarien, ohne dass Anlegerinnen und Anleger auf eine einzige Zinsentwicklung setzen müssen.
Flexibilität und Risiko im Gleichgewicht
Die Kombination aus Partizipation an steigenden kurzfristigen Zinsen und Schutz durch die Coupon-Untergrenze bietet ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil sowie einen potenziell gleichmässigeren Ertragsverlauf über die Zeit. Diese Flexibilität beseitigt das Risiko jedoch nicht vollständig: Anlegerinnen und Anleger partizipieren an steigenden Zinsen nur bis zur festgelegten Obergrenze, zudem bleiben sie dem Kreditrisiko des Emittenten ausgesetzt. Für diejenigen, die eine Alternative zu klassischen Anleihen- oder Geldmarktanlagen suchen, ist dieser Anlageansatz bestehend aus Ertragspotenzial und Robustheit durchaus prüfenswert.
Mit dem Beginn eines neuen Kapitels bei der Fed stellt sich die Frage: Ist Ihre Ertragsstrategie flexibel genug aufgestellt für das, was als Nächstes kommt?
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